Einen hat der ESC-Meister noch. Und es ist fast eine Breaking News, weil es doch überrascht: Stefan Raab verabschiedet sich vom ESC. Für ihn waren der ESC-Sieg Lenas 2010, der anschließende ESC in Deutschland und die Möglichkeit, das Großereignis 2011 mit Anke Engelke und Judith Rakers moderieren zu können, der absolute ESC-Höhepunkt seiner Karriere. Er glaubt nicht, das überbieten zu können, so dass er sich nach ausreichender Bedenkzeit dazu entschlossen hat, sich komplett aus dem ESC-Geschehen zurückzuziehen: Er steht dem ESC-Geschehen fortan nicht mehr als Jury-Vorsitzender der ESC-Vorentscheidung, Musikkomponist, -produzent oder Moderator zur Verfügung.

Unabhängig davon fände er es gut, wenn das etablierte TV-Format “Unser Star für…” bzw. “Unser Song für…” fortgesetzt werden würde. Wie der ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber bereits ankündigte, wird eine weitere Kooperation von ARD/NDR und ProSieben/Brainpool in den nächsten Wochen ausgelotet. Allerdings würde die nun überraschenderweise ohne Stefan Raab auskommen müssen. Raabs Firma Brainpool wäre Partner innerhalb der ESC-Zusammenarbeit.

Der Meister zieht sich zurück, wenn die Erinnerung an das Erlebte am schönsten ist. Man kann ihm, der mit seinem Instinkt im Bereich TV-Entertainment häufig so richtig liegt und eine Sache mit Ehrgeiz ausführt, nur dafür danken, was er für Deutschland aus dem ESC gemacht hat.

Dann war das “Satellite”-Opening im Finale (am Ende mit Lena zusammen) die grandiose ESC-Abschiedsvorstellung von Raab. Schade, wer soll es denn in Zukunft machen? Gut, dass mal jemand so konsequent ist. Es ist wie der Abschied von etwas, an das man sich gern gewöhnt hat. Spannend ist es nun aber auch wieder, denn wie wird es weitergehen?

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